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Ein paar kleine Tipps für Musikinteressierte

Ich werde immer mal wieder von Musikinteressierten angesprochen, die Gitarre spielen möchten oder schon Gitarre spielen, aber demnächst auch mal einen Auftritt machen möchten. Da ich diesbezüglich gern weiterhelfe macht es vielleicht Sinn, wenn ich hier mal ein paar Tipps veröffentliche. 

Alle Tipps spiegeln natürlich meine persönliche Meinung und Geschmack wieder, manch anderer mag anderer Auffassung sein. Fragt man zehn Leute, bekommt man meist mindestens genau so viel Meinungen. Mag sich jeder das aus diesen Tipps ziehen, was er mag. Vielleicht hilft es ja Jemandem. 

Ich beziehe mich bei den hier vorgestellten Produkten ausschließlich auf das Angebot aus dem Hause Thomann.de. Erstens, weil es manche Produkte nur dort gibt, zweitens, weil ich nur gute Erfahrungen mit Thomann gemacht habe und drittens, weil die wirklich günstig sind. Trotzdem würde ich mich freuen, wenn ihr den kleinen Musikalienhändler um die Ecke nicht vergesst: Support your local dealer.

Aber hier nun endlich die Tipps - man kann die einzelnen Reiter zum Öffnen einfach anklicken. Hab ich extra so gemacht, damit man den Überblick behält und sich keinen Wolf scrollt... ;o) 
 

Die "Harley Benton HDB120" würde ich als ideale Einsteigergitarre bezeichnen. Ich habe dieses Modell, welches als Eigenmarke nur für Thomann produziert wird, nun schon einige Male in der Hand gehabt und konnte sie ausgiebig testen, auch wenn ich dieses Modell selbst (noch) nicht besitze. Thomann bietet mit dieser Gitarre, die in drei Farbvariationen erhältlich ist, ein für diesen Preis erstaunlich gutes Produkt. Auch andere Kollegen, die diese Westerngitarre in der Hand hielten, konnten kaum glauben, dass man für diesen Preis überhaupt eine so gute Gitarre herstellen kann. Besonders, wenn man bedenkt, dass sie sogar mit einem Tonabnehmer bestückt ist und sie somit sogar für Bühnenauftritte oder Aufnahmen taugt. Ich würde also sagen: Diese Gitarre ist für jeden, der für den Anfang etwas Günstiges sucht, die erste Wahl. Natürlich ist das kein High-End-Produkt, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist echt der Hammer! Ich selbst hätte kein Problem damit mich mit dem Teil auf die Bühne zu stellen, wenn ich denn noch Auftritte machen würde...

Linkshänder wird freuen, dass es die Gitarre auch in einer gespiegelten Variante gibt. Dies ist bei Gitarren mit Cutaway und Tonabnehmer durchaus von Vorteil, da die Ausbuchtung oben und das Bedienelement unten irgendwie ziemlich sinnfrei wären. ;o)

Saiten sind insbesondere auf ihre Stärke natürlich auch Geschmackssache, ich persönlich spiele gern die "12er" von Martin. Gibt's auch als Dreierpack, wo man noch ein paar Cent sparen kann. Oder eben etwas dünner als "10er-Stärke", die zwar etwas leichter spielbar sind, aber meines Erachtens nicht so voll klingen. 

Es gibt auch speziell beschichtete Saiten, die länger halten sollen, dafür aber auch teurer sind. Benutzt lieber einen Saitenreiniger, wie den"GHS Fast Fret", damit halten die Saiten um einiges länger und durch das Öl lassen sich die Saiten etwas besser spielen.

Als günstiges Kapodaster kann ich das "Harley Benton HBA007" empfehlen, was als Thomann-Eigenmarke ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist. Die teilweise schlechten Bewertungen kann ich persönlich nicht nachvollziehen, ich habe das Capo mehrfach und alle funktionieren einwandfrei. Ob man überhaupt ein Capo nutzen will, sei jedem selbst überlassen. Ich transponiere damit lieber in eine andere Tonart, als mir mit Barrégriffen die Hand zu verrenken. ;o)

Das "Shure SM58" ist eigentlich so eine Art Dinosaurier unter den Micros. Das aber aus gutem Grund: Man bekommt für relativ wenig Geld ein ausgereiftes, langlebiges Produkt, welches auch heute noch nach Jahrzehnten in unveränderter Form im professionellen Bereich eingesetzt wird. Die Klangcharakteristik würde ich als "knackig unverfälscht mit leicht bassiger Note" bezeichnen. Genau, wie ich es mag. Aber was ich auch toll an dem Teil finde: Es ist extrem universal einsetzbar. Ich nutze es z.B. nicht nur für Gesang, sondern auch zur Abnahme meiner Bodhrán und meines Cajons. Zudem ist es fast "unkaputtbar", ich habe zwei davon und sie funktionieren nach über 20 Jahren immer noch einwandfrei.

Falls ihr das Mikro bei Thomann bestellt, nehmt ruhig das "Set" mit Mikrofonständer und Kabel. Die paar Euro mehr lohnen sich in diesem Fall. Dazu aber mehr in den Kapiteln "Mikrofonständer & Co." und "Kabel".

Wie man vielleicht schon gemerkt hat, bin ich ansonsten ein Sparfuchs. ;o) Aber bei den Ständern würde ich doch empfehlen aufgrund der Qualität und der Langlebigkeit auf die Produkte der Marke "K&M" zurückzugreifen, auch wenn diese etwas teurer sind. Die "billigen" Mikrofonständer halten im Bühneneinsatz meist nicht lange durch. Wenn man die Ständer nur zuhause verwendet, darf es auch ruhig eine günstigere Alternative sein, aber warum doppelt kaufen? Dann lieber gleich was Gutes. Es sei denn, man kauft sich z.B. ein Set, wie schon beim Mikrofon erwähnt, bei dem kleinen Aufpreis ist der "Billigständer" für zuhause eventuell interessant. 

Ich nutze ohne schlechtes Gewissen die günstigen Kabel der Thomann-Eigenmarke "The Sssnake". Es mag bessere und entsprechend teurere Kabel geben, aber ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Im harten Bühneneinsatz geht sowieso jedes Kabel irgendwann kaputt, da kann man dann besser günstig nachkaufen.

Grundsätzlich hatte ich bei den Auftritten aber immer von jedem Kabel mindestens zwei Stück im Koffer. Ein Kabelbruch oder ein brummendes Kabel kommt immer dann, wenn man es nicht gebrauchen kann - nämlich beim Auftritt. Hat man dann Ersatz im Koffer erspart man sich unnötige Schweißausbrüche!

Auch in diesem Bereich sind die Geschmäcker verschieden. Zudem kommt es bei der Wahl der richtigen Boxen durchaus auf den Einsatzbereich an. Eine Rockband hat durchaus andere Anforderungen wie ein rein akustischer Einzelkämpfer, wie ich es war. 

Ich persönlich hatte zwei klassische 12er Boxen von Powerworks an einem kleinen Powermischer im Einsatz, die es in dieser Form jedoch nicht mehr gibt. Powerworks war quasi die günstigere Marke aus dem Hause "HK Audio", deren Produkte ich aber immer noch empfehlen würde. Ich mag einfach die gute Verarbeitung und den warmen Sound.

Für den Anfang dürfte die Kompakt-PA "Lukas Nano 300" für kleinere Kneipenauftritte interessant sein. Die Anlage hab ich schon einmal im Live-Einsatz gesehen und ich fand sie als kompakte und leicht zu handhabende Lösung sehr interessant. Will man später auch größere Locations beschallen, lassen sich zwei Nanos miteinander koppeln, also eine durchaus erweiterbare Starterlösung.